04.05 - 16.05.2017 RN40 - Zapala - Las Lajas - Paso de Pino Hachido (Argentinien - Chile) - Happy Birthday LOLA - Küste Chile

04.05 - 16.05.2017 RN40 - Zapala - Las Lajas - Paso de Pino Hachido (Argentinien - Chile) - Happy Birthday LOLA - Küste Chile

Argentinien 

Donnerstag 04.05: RN40 -> Zapala

RN40 ->Zapala, 188km

Übernachtung: Camping Municipal, Zapala 

Die Strecke führte uns heute ziemlich windig durch Schluchten und Plateaus bis Zapala. Kurz vor der Stadt entdeckten wir etwas, das uns überraschte: Es gibt ein geteerter 9km langer Radweg, parallel zur Autostrasse. Eigentlich breit genug für ein Auto. Doch wir liessen es dann doch ;-) In der Stadt bezogen wir dann Quartier auf dem Camping.

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Freitag 05.05: RN40 -> Las Lajas

RN40 ->Las Lajas, 98km

Übernachtung: Wildcamp RN40 

Zum Frühstück gab es heute: Selbstgemachte Pancackes! Soo lecker! Mit Früchten, Konfitüre und Nutella. Hammer!

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Danach eine kurze Fahrt bis zum Städtchen Las Lajas und ein paar Kilometer weiter bis zu einem iOverlander Spot. Ruhiger, versteckter Wildcamping mit Weitblick auf die Landschaft (karge Pampa) aber irgendwie hat das auch etwas. Dann hiess es wieder Blogg schreiben, Fotos ordnen und anschliessendes diskutieren. Wir suchten zusammen eine grobe, mögliche Reiseroute heraus. Gar nicht so einfach, da verschiedene Punkte beachtet werden müssen. Etwa die Regenzeit, Temperaturen und noch der Punkt mit der Höherlegung von Lola. Doch nun sind wir guter Dinge: Vorerst jedoch Chile hoch fahren bis Santiago de Chile und dort zum Mechaniker gehen.

Abends verbrachten wir ein herrlich, ruhiger, warmer Abend, ganz alleine in der Natur. Wir denken es war ein ziemlich weitreichender Nachmittag ;-) 

 

Samstag 06.05: Wildcamp RN40

0km

Übernachtung: Wildcamp RN40 

Relaxing Day :-)

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Sonntag 07.05: Paso de Pino Hachido (Argentinien nach Chile)

Las Lajas - Pass 102km in Argentinien

Pass - Liucura - Victoria 216km in Chile

Total: 318km (Tagesrekord :-))

Übernachtung: Estacion de Servicio neben der berühmten Ruta 5 (Panamericana)

Bei starkem Gegenwind machten wir uns heute auf zum Grenzübergang, welcher auf einem Pass lag. Das Wetter zeigte sich von seiner wilden Seite. Regen, Regenbogen und Wind begleiteten uns bis hinab ins Tal von Chile.  

Am Grenzübergang in Chile wurde unsere Lola einer sehr gründlichen Kontrolle unterzogen. Was heisst: Sie wurde von vorne bis hinten von einem Lastwagengrossen Röntgengerät durchgescannt. Jeder Grenzübergang seine Eigenheit, sonst würde es uns ja noch langweilig. Doch es war alles in Ordnung und wir konnten unsere Fahrt weiterführen. 

Es war ein langer Weg bis wir an unserem Ziel angekommen sind. Als wir unsere Kilometer zusammenzählten, wussten wir warum wir so müde waren. So weit zu fahren waren wir nicht gewohnt.

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Wildpferde auf dem Weg zum Pass

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08.05 – 16.05.2017: Küste - Chile Central - Region Concepcion (Chile) 

Montag 08.05: Geburtstag von Lola

Victoria -Traiguen - Lumaco, 100km

Übernachtung: Wildcamp nahe Lumaco 

Wenn du im zweiten Gang die steile Strasse hochkriechst, dann weisst du das du mit unserer Lola unterwegs bist. Nichts destotrotz ist es eine schöne Erfahrung so unterwegs zu sein. Wir haben ja keinen Stress und dafür ist Lola uns auch dankbar. 

Danke liebe Lola das du uns schon soweit mit dir hast herumfahren lassen. Unser fahrbares Heim immer bei uns zu haben ist doch ein Luxus, auch hier, weit weg von «zu Hause». 

Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag LOLA

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Dienstag 09.05: Puren - Lebu - Llico

Puren - Canete - Tres Pinos - Lebu - Llico, 223km

Übernachtung: Coast-Parking Llico 

Wir fuhren gestern weg von der berühmten Ruta 5, die Panamericana. Denn hier in Chile ist es mittlerweile ein ausgebauter Highway (Autobahn) und nichts Besonderes mehr. Lieber fahren wir wenn möglich etwas Abseits und nehmen die Umwege gerne in Kauf. Bis gestern fuhren wir auf der „Ruta Originalita“ nun wird es vorwiegend die „Ruta del Mar“ sein, also in etwa die „Strasse am Meer“.  

Nun, ganz so gut „versteckt“ wie wir dachten, waren wir letzte Nacht dann doch nicht. Denn um ca. 23.00 Uhr klopfte die „Gendarmerie“, die hiesige Polizei, an. Sie fragten uns, wohin wir wollen, von wo wir kommen und aus welchem Land wir sind. „Suiza“, Schweiz. „Ahh Suiza!, wie gefällt es euch denn hier?“. „Sehr gut“. „Prima, dann gute Nacht“.

Nun, das war es auch schon :-)

-> Sprung, heute Morgen: „Foggy Forest“, nebliger Wald begrüsste uns zum Frühstück. Wir fuhren bis Puren, fanden die Anschluss-Strasse vor lauter Nebel fast nicht, immer weiter in Richtung Küste. Das Ziel mussten wir uns zuerst verdienen, steil Hoch (im Kriech-Gang :-), steil Runter, Kurve um Kurve. Dazwischen besuchten wir ein Mapuche-Museum. (Die Ureinwohner von Südamerika) Der Kultur sollte ja auch Genüge getan werden. In Lebu dann das wohlverdiente Mittagessen. Als Dessert nochmals ähnliche Strassen durch Wald und Hügel. „Endlich“ in Llico angekommen begrüsste uns das Meerrauschen! „Leider“ kein einsamer Strand, doch richtig müde blieben wir und fanden doch noch ein etwas privater Parkplatz für uns alleine. Wir genossen den Abend am Meer sehr.

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Mittwoch 10.05: Llico Coats

0km

Übernachtung: Coast-Parking Llico 

Laanges Ausschlafen, so kann der Tag beginnen :-) Viel mehr gibt es nicht zu berichten. Wir genossen den freien Tag am Meer. Das Rauschen, die Wellen, den Sand. Der Himmel zwar etwas bedeckt, aber unsere Laune konnte es trotzdem nicht trüben. Die Temperatur war ja auch angenehm mit 15C. Gemütlicher Spaziergang am Strand, in Begleitung eines streunenden Hundes. Wir mussten dann noch einen verletzten Pelikan vom hungrigen Hund retten, er hatte einen Flügel gebrochen, konnte sich jedoch mit unserer Hilfe ins Meer retten. Traurig, er wird so wahrscheinlich trotzdem nicht mehr lange leben...

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Donnerstag 11.05: Ruta del Mar

Lota - Conception - Penco - Lirquen, 168km

Übernachtung: Coast View-Point, Lirquen 

Entspannt und erholt fuhren wir los. Der Küste entlang bis in die Grossstadt Conception. Ungewollte Stadtrundfahrt... Wir suchten und fanden weder eine Self-Wash-Laundry noch einen passenden Übernachtungsplatz. Also halt noch weiter in die nächste kleine Stadt. Penco: Heruntergekommene Stadt, weiter. Lirquen: Leider auch nichts. Wieder raus und da entdeckte Coni ein Plätzchen. Ein Aussichtspunkt über die Küste, ohne Übernachtungsverbot. Perfekt! Das Glitzermeer der Städte, entlang der Küste, liess uns entspannen.

Ja die letzten drei Tage mussten wir unsere Übernachtungsplätze richtig verdienen. Das waren wir von Argentinien her nicht mehr gewohnt. Hier in Chile leben die Menschen dichter besiedelt und da dann noch einen geeigneten Schlafplatz zu finden, war für uns sehr anstrengend und nicht ganz einfach.

 

Freitag 12.05: Ruta del Mar, Tomé

Tomé, 14km

Übernachtung: Beachfront Parking, Tomé 

Wir fuhren bei herrlichem Sonnenschein Ganze! 14km weiter bis Tomé. Kurzer Einkauf (Suche nach Wäscherei: Nichts- kann doch nicht so schwer sein?!?) dann auch schon auf den Parkplatz direkt an der Küste. Keine Kosten, fast keine Menschen, Meerrauschen. Toll! Einfach nur Relaxen und Sonne tanken.

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Samstag 13.05: Ruta del Mar

Rafael, Coelemu, Quirihue, Cobquecura, 113km

Übernachtung: Beach-Parking, Cobquecura 

Wir verliessen Tomé und fuhren durch bewaldete Hügel und nette Landschaften. An der Küste von Cobquecura fanden wir dann unser „Plätzchen zum Verweilen“ Der schwarze Strand bestand aus Vulkan-Sand. An der Küste im Meer ragen Felsen empor. Darauf tummelten sich Seelöwen und/oder Robben.

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Sehr stürmisch und Sand-windig. Abends setzte der Regen ein und lullte uns, mit dem stürmischen Meerrauschen, die ganze Nacht in den Schlaf.
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Sonntag 14.05: Beach Cobquecura

Cobquecura, 0km

Übernachtung: Beach-Parking, Cobquecura 

Wir stellten kein Wecker und liessen uns mit dem Ende des Regens wecken. Beim Frühstück schien schon die Sonne und da war klar: Wir bleiben ;-) Herrlich, Strandspaziergang barfuss im Vulkan-Sand, die wärmende Sonne und fast kein Wind. (Sorry für die Daheimgeblieben, aber ihr wollt ja wissen wie wir den Tag verbringen :-)

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Montag 15.05: Ruta del Mar

Curanipe - Chanco - Constitution - San Javier Ruta 5, 219km

Übernachtung: Copec Ruta 5, San Javier 

Weiter ging es heute entlang der Küste bis Constitution. 

Als wir dann aus Constitution herausfuhren, wieder ins Landesinnere Richtung Ruta 5, wurden wir Zeugen von der verheerenden Kraft des Feuers. Denn im letzten Sommer wurde Chile von den verheerendsten grossflächigen Waldbränden seit langem heimgesucht. Auf ca. 50km! der Strecke wurden wir uns des Ausmasses der Brände bewusst! Überall tote Bäume, Hausruinen, ausgebrannte Autos. Es war schrecklich zu sehen wie viele Familien ihre Wohnungen oder Häuser verloren hatten. Viele leben jetzt in Notunterkünften, Wellblechhütten mit ToiTois. Wir vermuten, die meisten hatten weder eine Versicherung noch das Geld auf der Bank... Es ist wahnsinnig, wie schnell alles was man besitzt, weg sein kann.

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Dienstag 16.05 Talca - Chimbarongo

Talca - Curico - Chimbarongo Ruta 5, 143 km

Übernachtung: Copec Ruta 5, Chimbarongo 

Nach den „anstrengenden“ Tagen und den "Schwierigkeiten“ einen Übernachtungsplatz zu finden, zeigte sich Chile nun von der wohlwollenden Seite :-)

Entlang der Autobahn, gibt es: Auf den Ruhe-Parkplätzen Gratis! Duschen.

und auf den Copec Tankstellen zum freien WiFi und Gratis Übernachtungsmöglichkeit, sogar die Möglichkeit sehr günstig die Wäsche waschen!

Danke Chile :-) Nun fühlen wir uns auch in diesem Land Zuhause ;-)