17.05 - 31.05.2017 Santiago - Zentral Chile oder der Monat, der wunderschönen Sonnenuntergänge

17.05 - 31.05.2017 Santiago - Zentral Chile oder der Monat, der wunderschönen Sonnenuntergänge

Mittwoch 17.05 Ruta 5 - Camping Panstanal

Ruta 5, 147km

Übernachtung: Camping Pantanal 

Wir machten uns heute auf den Weg um Claudia und Martin beim Camping Pantanal zu treffen. Dort angekommen machten sie uns mit zwei anderen «Overlandern» bekannt. Sabine und Andi, sie sind auch schon länger unterwegs. Nach einem gemütlichen Nachmittag haben wir am Abend ein Hühnchen gegrillt. Bis spät in die Nacht sassen wir zusammen und tauschten Erfahrungen und Reiseberichte aus.

001copecruta5campingpantanal1jpeg
Wild lebender Hund: Sieht doch wie Lassie aus...?

Donnerstag 18.05 Mechaniker Santiago - Mateo’s House

Ruta 5 - Mechaniker Santiago de Chile - Mateo’s House, 125km

Übernachtung: Mateo’s House in Pirque

0021805campingpantanal-mateoscamping2jpeg

Wir haben uns entschieden heute noch zum Mechaniker zu gehen. Wir müssen unsere Federn erneuern, weil leider die hinten links gebrochen ist. Die Entscheidung war schnell gefällt das wir stärkere kaufen und vor allem wieder auf Original Höhe legen lassen. Somit sind wir dann wieder 4 cm höher, was hier in Südamerika nur Vorteile hat :-) 

Alberto und sein Sohn Juan Pablo haben sich unsere Lola angeschaut und festgestellt das etwas noch mit dem Turbo nicht ganz in Ordnung ist. Sowie unser Luftfilter nicht an der Zufuhrleitung links hinten angekoppelt ist.

Wir verbrachten einen gemütlichen Abend am Cheminee, bei einem Freund von Claudia und Martin. 

 

Freitag 19.05 Mateo’s House (4 Monate Südamerika)

0km

Übernachtung: Mateo’s House in Pirque 

Heute haben wir uns von der Sonne wecken lassen. Wir verbrachten den Tag damit, dass wir mit Claudia und Martin schwätzten, mit den Hunden spielten oder einfach «Nichts» taten. Nach einem gemeinsamen Abendessen liessen wir uns von den gewärmten Schlafsäcken von der Kälte weglocken.

0031905mateoshouse10jpg


Samstag 20.05 VW T3 Treffen

Ruta 5 - Los Molles - Los Quinquelles, 254km

Übernachtung: Strand bei Los Quinquelles 

Das frühe Aufstehen machte uns doch ein wenig zu schaffen. Ja um 7:00 Uhr sind wir schon lange nicht mehr freiwillig aufgestanden. Vor allem dann noch bei dieser Kälte, wir hatten also nur noch 0.8 Grad letzte Nacht. Brrrr kalt :-( Sogar Eiskratzen war angesagt…

Wir machten uns heute auf den Weg zum VW T3 Treffen Richtung Norden. Treffpunkt war als erstes eine Copec Tankstelle, wir wurden sehr herzlich von allen begrüsst. Insgesamt 10 VW Busse T3 waren anwesend. Auch Jose und Cristina von Cactusontheroad waren dabei, die beiden haben wir auch beim Mechaniker kennen gelernt. Wir fuhren weiter auf der Ruta 5 bis nach Los Molles hoch. Und wieder stand uns das Wasser wortwörtlich fast bis zum Hals. Durchfahren oder nicht. Ja hmmm von hier aus sieht es nicht so tief aus, ja dann fahren wir durch. Es ging recht gut, jedoch kam das Wasser viel höher als es ausgesehen hat. Ja, da kommt dann immer wieder alles hoch und man fragt sich: Wie doof kann man manchmal sein?!? Nichts desto trotz es war alles ok, nur war Wasser in der Kupplung und es hat geknarzt und geruckelt... Aber alles halb so schlimm, Jose kennt sich mit VW aus. Motor laufen lassen und so konnte dann alles trocknen. Das Herz beruhigte sich dann auch wieder bei einem feinen riesen Empanada (Südamerikanische Spezialität aus Teig, gefüllt mit verschiedenen Zutaten, frei wählbar). Danach ging die Fahrt weiter. Wir fuhren diesmal aussenrum ;-) Wieder etwas zurück bis Los Quinquelles. Abenteuer No: 2: Abenteuer-Strasse: Steiler Berghang mit tiefen Furchen. Wir nahmen mit Freude die «normale Strasse». Zum Abschluss Abenteuer No: 3: Sand: Wir blieben stecken. Alejandro versuchte es auch; blieb auch stecken. Wir wurden dann beide vom «Cactus» rausgezogen ;-) Ja, der VW T3 Club testet seine Fahrzeuge gerne, sie brauchen sie nur am Wochenende oder für Ferien, aber wir leben darin…

004pixlr_20170530143457126jpeg

250km für einen Grillabend? Das gibt es nicht in Europa. Nun endlich waren wir am Ziel. Und sogar noch rechtzeitig um den Sonnenuntergang zu geniessen, mit Sand, Meer und dem salzigen Geschmack auf der Zunge. Es folgte ein wunderbarer, lustiger Abend. Lagerfeuer, grosses Assado (viel Fleisch, wenig Gemüse :-), angenehme Gespräche (mit Hilfe von Übersetzungen) und, ja, viel Wein. Alles ganz unkompliziert. Ein Paar schlief im Zelt auf dem Pickup, ein anderes im Auto und alle, die eines hatten, öffneten das Pop-Up Dach. Wir fühlten uns wohl in unserer Haut, so rundum mit VW Bussen umgeben.

0041sandeverywherejpeg
Stopped by sand...

005pixlr_20170530143829402jpeg

Sonntag 21.05 Los Quinquelles - Ruta 5

Los Quinquelles - Ruta 5 bis vor Santiago, 161km

Übernachtung: Copec 

Nach einer ruhigen und angenehmen Nacht weckte uns die Sonne wieder. Wir genossen es sehr am Strand und an der Sonne zu sein. Am Nachmittag, als die Sonne schon tief am Horizont stand, machten wir uns auf den Weg zurück nach Santiago. Durch das zusammen sein, entstanden neue Freundschaften und die Verabschiedung von allen war liebevoll. Es waren zwei sehr spannende, schöne, lehrreiche (und auch Nerven aufreibende) Tage.

006pixlr_20170530143550690jpeg

Viele wollten noch ihre Busse im Gelände fahren, also austesten. Ja da wird der Mann zum Kind ;-)

007pixlr_20170530143713980jpeg

Highlight: Sie nahmen uns auch offiziell im VW T3 Club von Chile auf.

0082105losquinquellescopecruta5vorsantiago25jpeg

Kurz vor Santiago übernachteten wir zusammen mit Cristina und José auf einer Copec am Highway

 

Montag 22.05 Ruta 5 - Garage Don Alberto, Santiago

Ruta 5 - Santiago de Chile, 35km

Übernachtung: Garage Don Alberto, Santiago 

Um neun Uhr hatten wir uns bei der Garage verabredet und so fuhren wir zeitig los. Don Alberto fing dann auch als erstes mit unserer Lola an. Er kontrollierte alles und der Turbo sehe soweit in Ordnung aus. Wir müssten morgen bei kaltem Motor schauen, was nicht in Ordnung sei. Die Luftzufuhr konnte er noch heute beheben. Es sei bei allen VW T3 normal, dass die Luft Ansaugung oben sei, leider hatte bei uns noch niemand vorher entdeckt, dass das Verbindungsstück fehlte…

009pixlr_20170601182736181jpeg

Coni ging noch nach Santiago um die Stadt anzuschauen und durch die Läden zu schlendern. (Aber wie ich schon immer wusste, ist das einfach nichts für mich. Ich bin lieber in der Natur draussen. Das war mir schon nach zwei Stunden wieder klar und somit ging ich zurück zu Fabian zur Garage.)


Dienstag 23.05 Garage Don Alberto, Santiago - Pudahul

Garage Don Alberto, Santiago - R68 bis Pudahuel, 10km

Übernachtung: Copec 

Don (Herr) Alberto hatte erst am Nachmittag für uns Zeit. Nach nochmaliger Kontrolle stand dann doch fest das der Turbo überholt werden muss, es sei nicht mehr alles dicht. Ein Stück der gebrochenen Feder konnte Fabian auch noch rausnehmen. (Seit Ushuaia dachten wir, es seien die Gasflaschen die diese Knarzgeräusche machten, aber es war die gebrochene Feder...) Alberto stellte noch den Motor richtig ein. Der Zahnriemen war nicht einwandfrei eingestellt und die Zylinderkopf-Dichtung hatte ein kleines Wasserleck, war also nicht mehr richtig festgezogen. Jetzt wussten wir auch warum unsere Lola weniger Kraft hatte wenn’s Bergauf ging und sie sich anhörte wie ein kleiner Traktor ;-) Der Turbo wird mit den Federn zusammen repariert. Etwa zwei Wochen warten bis die Lieferung aus Amerika eintrifft. 

 

Mittwoch 24.05 R68 - Curauma

R68 - Curauma, 96 km

Übernachtung: Copec 

Heute hiess es Ausschlafen. :-)

Wir fuhren bis zu einem Outlet Shopping-Center in Curauma und Fabian kaufte sich dort einen The North Face Pullover. Sonst waren wir aber sparsam :-)

Bereits 4 Monate haben wir nun schon unsere LOLA hier in Südamerika!

 

Donnerstag 25.05 Valparaiso - Vina del Mar

Ruta 68 Valparaiso - Vina del Mar, 44 km

Übernachtung: Copec 

Eigentlich wollten wir heute Valparaiso entdecken. Aber es kommt meistens ja nicht so wie man denkt. Chaotische, schmutzige Stadt bekamen wir zu Gesicht. Und so fuhren wir auf schnellstmöglichem Weg wieder hinaus. Wir fühlten uns dort einfach nicht wohl und sicher. Die Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle und wenn man ein schlechtes Bauchgefühl hat, steht die Entscheidung immer schnell fest sich nicht dort aufzuhalten.

Valparaiso wäre sicher interessant gewesen zumal mit den Wandmalereien welche sehr bekannt sind, aber nur zu Fuss und ohne eigenes Fahrzeug.

Wir fuhren weiter nach Vina del Mar, was schon viel ruhiger war. Wir parkten direkt am Strand und genossen das Meerrauschen und die Sonne.

Später sprach uns noch Viktor an, ein Arzt in Vina del Mar. Er lud uns doch geradewegs ein, am Samstag zu ihnen zu kommen. Er hatte unsere Lola bestaunt und hat auch zwei T2 zu Hause bei sich stehen. Er gab uns noch den Tipp besser nicht hier zu schlafen, wir sollen zur Tankstelle gehen. Es sei hier in der Nacht nicht sicher genug.

Aus diesen Gründen übernachten wir in der letzten Zeit lieber auf Tankstellen, weil die meisten 24 Stunden offen haben. Und wir so sicher und gut schlafen können. Wir freuen uns schon, wenn wir wieder raus in die Natur fahren können, um dort unser Nachtlager aufzuschlagen.

010pixlr_20170601183009753jpeg

011pixlr_20170601182905287jpeg

Freitag 26.05 Vina del Mar - Tabolongo

Vina del Mar - R60 - Tabolongo, 27 km

Übernachtung: Copec 

Wir fuhren nochmals zum Strand um dort Sonne zu tanken. Herrlich :-)

Coni nutzte die Gelegenheit und ging noch ein wenig Joggen.

Am Nachmittag fuhren wir noch einkaufen und dann zu unserer Übernachtungsstelle. Wir bereiteten zudem noch Omeletten Teig vor fürs Frühstück.

 

Samstag 27.05 Quilpue – Viktor and Family

R60 - Quilpue, 42 km

Übernachtung: Viktor and Family 

Omeletten standen heute ja auf unserem Speiseplan. Lecker! :-)

Frisch geduscht machten wir uns auf den Weg zu Viktor in Quilpué. Sie leben in einem gesicherten Viertel und wir fanden auf Anhieb ihr Haus. Victor begrüsste uns mit seinem jüngsten Sohn Felipe. Apéro mit Bier und Wasser, ja jemand muss ja wieder fahren.

Er bereitete das Vegetarische – BBQ vor, sie würden nicht mehr so viel Fleisch essen wie früher. Die meisten in Chile und Argentinien kennen nichts anderes als Fleisch und Brot, es ist ihr Hauptnahrungsmittel.

0122705quilpue-familiecabezas6jpeg

Später kamen dann noch seine Frau Soledad und die zwei Töchter Sofia und Javiera vom Schwimmen zurück.

Es war sehr gemütlich und lustig mit allen zusammen zu sitzen, zu plaudern und das feine Essen zu geniessen. Sie waren so freundlich und nett, wir durften sogar die Wäsche bei Ihnen waschen. Weil es schon recht spät wurde, luden sie uns dann ein, bei ihnen zu übernachten.

Zum Abschluss des tollen Tages verbrachten wir wieder einmal einen netten Abend vor dem Fernseher und haben mit den Mädchen Madagascar auf Spanisch geschaut.


Sonntag 28.05 Quilpue - Maitencillo

Quilpue - Maitencillo, 78 km

Übernachtung: Copec 

Zuerst verabschiedeten wir Soledad, da sie arbeiten ging. Danach gab es ein gemeinsames Frühstück mit frisch aufgebrühtem Kaffee und getoasteten Brötchen, «American Breakfast». Das Obligatorische Abschiedsfoto durfte auch nicht fehlen, natürlich mit den zwei Bussen drauf. Wir genossen die gemeinsame Zeit sehr und sind überwältigt von der Gastfreundschaft der Leute hier in Chile. Wir fuhren danach wieder in Richtung Küste. Abseits des Highways ist es ruhiger und auch interessanter. Durch die diversen Städtchen bis Maitencillo auf die Copec.

 0132705quilpue-familiecabezas5jpeg


Montag 29.05 Maitencillo

Maitencillo, 5 km

Übernachtung: Strand von Maitencillo 

Nach dem Frühstück entdeckten wir leider Schimmel am Hochdach :-( Die feuchte Jahreszeit, bemerkbar meist nur Nachts, fordert ihren Tribut... Wir versuchten alles mit reinem Alkohol zu reinigen. Die Zeit wird zeigen ob wir die Oberhand gewinnen, hoffen wir`s.

Danach fuhren wir an den Strand von Maitencillo. Sonne, Sand und Meer, was will man mehr? Krönender Abschluss: Wieder ein wunderbarer Sonnenuntergang.

0142905maitencillo34jpeg

Dienstag 30.05 Papudo - Salinas de Pullally

Zapallar - Papudo - Salinas de Pullally, 61 km

Übernachtung: Salinas de Pullally, am Fluss Petorra 

Wir verabschiedeten uns von diesem wunderschönen Strand und fuhren wieder weiter an der Küste hoch. Wir konnten unsere Lola ideal testen auf dieser kurvigen und hügeligen Strasse. Und bemerkten wie viel mehr Kraft sie hat, seit alles wieder gut eingestellt ist, Danke Alberto! In Papudo genossen wir bei einem Kaffee den Strand. Es sah alles fast so aus wie in Spanien. Weiter dann noch bis Pullally, dort dem Fluss Petorra entlang bis zu einem Ausstellplatz an den Salinas. Leider auch hier wie an vielen Orten in Chlie überall Abfall. Was denken sich die Leute dabei, die Erde so zu verschmutzen...

015pixlr_20170602180038407jpeg

Papudo oder little Spain

 

Mittwoch 31.05

Salinas de Pullally, 0 km

Übernachtung: Salinas de Pullally, am Fluss Petorra

 

Unspektakulärer Tag mit Nichts Tun und Sonne geniessen ;-)

016pixlr_20170602180416676jpeg