27.06 - 09.07.2017 Santiago (Chile) - Paso Cristo Redentor - (Argentinien) Mendoza - La Rioja - Catamarca - Tafi del Valle - Amaicha del Valle

27.06 - 09.07.2017 Santiago (Chile) - Paso Cristo Redentor - (Argentinien) Mendoza - La Rioja - Catamarca - Tafi del Valle - Amaicha del Valle

Dienstag 27.06 Santiago - Los Andes
R60-> Santiago - Los Andes, 102km
Übernachtung: Pullout R60
Endlich!! Alles wieder verstauen und dann hiess es Abschied nehmen. Motor starten… Nichts aber wirklich gar nichts!! -> Batterie war leer nach dem langen stehen.
Die Familie aus Frankreich ist ebenfalls heute mit ihrem riesigen Wohnmobil losgefahren. Da sind wir doch lieber mit unserer Lola unterwegs, verzichten wir gerne auf den einen oder anderen Luxus.
Wir machten heute noch einmal einen Versuch den Camping Ausstatter zu finden, von Süden her sollte es klappen. :-) Die Stossstange ist somit auch wieder repariert. Glücklich machten wir uns auf den Weg nach Los Andes um dort noch letzte Einkäufe zu machen. Diesel wollten wir auch noch füllen, da er in Argentinien wieder deutlich teurer sein wird. Bei unserem Schlafplatz angekommen, genossen wir noch ein feines Abendessen und gingen früh zu Bett.

Mittwoch 28.06 Los Andes (Chile) -> Mendoza (Argentinien)
R60 - Los Andes-> Paso Cristo Redentor-> RN7 - Mendoza, Chile 69km, Argentinien 208km
Übernachtung: YPF Mendoza
Uii war das wieder kalt letzte Nacht. Wir waren ja auch auf 1500 M.ü.M. und so liessen wir Lola richtig gut warmlaufen bevor es hinauf in die Höhe ging. Alles lief prima bis wir bei etwa 2200 M.ü.M angekommen waren, ein zischen, schwarzer Rauch und Lola verlor an Tempo. Hmm was war schon wieder los?!? Wir konnten es kaum glauben, dass schon wieder etwas kaputt sein soll! Da kein Öl und Wasser tropfte fuhren wir weiter, auf in die Kurven. Es waren ja auch nur etwa 30 Kurven zu fahren und die Fahrt ging auf 3200 M.ü.M. Lola schaffte es im zweiten Gang ohne Probleme nach oben, ausser das uns der schwarze Rauch nicht gefiel, aber das war ja auch kein Wunder bei dieser Höhe und dem höheren Kraftaufwand. Der Weg nach oben war mit Schneebedeckten Bergen gesäumt und Coni bekam doch ein bisschen Lust auf Skifahren. Bei wunderschönem Wetter kamen wir oben an und es hiess sogleich rein in den Tunnel; wir waren doch froh auf der anderen Seite wieder rauszufahren. Die Grenzformalitäten drüben in Argentinien waren auch schnell erledigt, da wir die einzigen waren, die hindurch wollten. Wir besprenkelten Lola zur Feier mit Schnee, ja wenn er schon da ist muss man ihn auch brauchen. :-)
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Endlich oben angekommen!
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Nach einer strapaziösen Fahrt für unsere Nerven und für Lola, kamen wir nach 208 km endlich in Mendoza an. Wir räumten hinten alles um, damit Fabian schauen konnte was unserer Lola fehlt. Schutzblech weg und siehe da: Zum Glück hat es nur einen Schlauch gelöst. Waren wir froh! Fabian montierte ihn wieder an und dann hiess es Testfahrt machen: => Alles wieder ok, keine Geräusche und das wichtigste, wieder mehr Kraft! :-) Ein tolles Gefühl wieder volle Kraft zu spüren. Wir genossen auch die wärmende Sonne und wärmeren Temperaturen sehr.
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Donnerstag 29.06 Mendoza
RN40 -> Mendoza - Lavalle, 51km
Übernachtung: Lavalle Tankstelle
Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg; Gas aufzufüllen. Beim iOverlander Spot konnten wir nicht auffüllen aber bei einem Batterie - Verkäufer können wir Sie nachfüllen gehen. Fragezeichen, Batterie Verkäufer?!? Ja es gibt nichts was es nicht gibt. :-) Wäsche waschen und weiter zu unserem auserkorenen Schlafplatz.

Freitag 30.06 Mendoza - San Juan
RN40 -> Mendoza - San Juan, 150km
Übernachtung: YPF Tankstelle
Kurz nach der Abfahrt bei der Tankstelle kam eine Polizeikontrolle. Sie kontrollierten Versicherung, Ausweise, liefen um Lola herum und wir mussten rechts ranfahren. Er will uns unsere Anhängerkupplung «streitig» machen! Oder besser gesagt, es sei nicht erlaubt. Wir versuchen Ihnen zu sagen das unser Auto aus der Schweiz komme und es dort erlaubt sei und somit hier auch. Sie wollten uns nicht verstehen und wiederholten immer wieder ein Wort: Multa! Und wir wollten einfach nicht zahlen! Doch dann liessen sie uns doch gehen, weil sie genervt waren von unserem Unverständnis. Schnell ins Auto und los; Nicht, dass sie es sich noch einmal anders überlegen. Fabian schaute dann im Wörterbuch nach was Multa heissen mag: Busse… Manchmal doch gut, dass wir die «Sprache» noch nicht so gut verstehen. :-) In San Juan angekommen genossen wir eine tolle Dusche, welche auch noch gratis war! Zudem trafen wir noch zwei Amerikaner welche richtig Süden unterwegs sind, ui sind wir froh fahren wir richtig Norden!! :-)

Samstag 01.07 San Juan - Huaco
RN40 -> San Juan - San Jose de Jachal - Huaco, 205km
Übernachtung: Huaco Parkplatz
Nach ca. 1 Stunde Fahrt bogen wir auf eine kleine Nebenstrasse ab. Wir steuerten einen iOverlander Spot an. Leider trübte uns unser Urteil über den dortigen Untergrund. Wir fuhren rein und blieben im Sand stecken; doch weicher als vermutet. Coni hatte doch alles abgeschritten, aber Lola ist ja um einiges schwerer als Coni :-)
Dann war ausbuddeln angesagt, jedoch half es nicht. Fabian machte sich auf zur Hauptstrasse um ein Auto anzuhalten, sogleich hielt jemand an. :-) Er kam mit und mit Ihrer Hilfe schafften wir es, Lola ohne Probleme rauszuziehen. Dankbar und um ein Abenteuer reicher fuhren wir dann doch noch weiter. (Vermutlich hat der Chile T3 Club auf uns abgefärbt) Es ging weiter über San Jose de Jachal bis zu unserem Schlafplatz in Huaco, wo uns zugleich ein süsser Hund begrüsste.

Sonntag 02.07 Huaco - Los Tambillos (RN40)
R40 ->Huaco - Guandacol - Villa Union - Los Tambillos, 179km
Übernachtung: Los Tambillos oder irgendwo im nirgendwo :-)
Wir liessen uns beim Frühstück von der Sonne wärmen. Danach fuhren wir zu den «Chairs of Giants», ein Stück Felsen in der Form eines riesigen Stuhls. Die Farben der Berge faszinierten uns sehr, welche sich in diversen Rottönen zeigten. Wir genossen wirklich jeden warmen Sonnenstrahl. Die Fahrt führte uns durch kurvenreiche Schluchten über Guandacol, Villa Union bis zur Los Tambillos Region. Etwas abseits der Strasse fanden wir unser Übernachtungsplatz, welcher auch noch ein Wasserloch in der Nähe hatte. Die Aussentemperatur hätte das baden zugelassen, jedoch die Wassertemperatur war eiskalt. Bikinitime war angesagt (für Coni ;-) und so sassen wir draussen an der warmen Sonne und hatten schon fast zu warm. :-) Mit Blick auf den schönen Sternenhimmel sanken wir in einen wunderbaren Schlaf.
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Chairs of Giants
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Montag 03.07 Los Tambillos - Patquia
RN40 -> Los Tambillos - Nonogasta, RN74 -> Patquia, 155km
Übernachtung: Patquia YPF
Da die Sonne hier in diesem Canyon erst spät kommt, sind wir direkt nach dieser erholsamen Nacht (fast zu warm) losgefahren. Tatsächlich waren wir hier auf 1800 M.ü.M, wir konnten es kaum glauben, als wir kurze Zeit später über zwei Pässe fuhren welche über 2000 M.ü.M sind. Das tiefe Rot der Felsen faszinierte uns sehr und von weitem sahen wir das Nebelmeer immer näherkommen. In Nonogasta verliessen wir die Ruta 40 und fuhren südwärts der Bergkette entlang, welche immer noch im Nebel lag. Das verspätete Frühstück genossen wir wieder einmal neben der Strasse. (Elf Uhr Snack bei den Hobbits :-). In Patquia angekommen erhielten wir nun unsere Einladung (welche wir schon vor 4 Monaten erhalten hatten); Zu einer Familie zu fahren.
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Blick übers Tal 

Dienstag 04.07 Patquia - San Fernando del Valle de Catamarca
RN38 -> Patquia - La Rioja - San Fernando del Valle de Catamarca, 253km
Übernachtung: Familie von Juan
Da der Himmel bedeckt war und es weiter nördlich Sonne verhiess, fuhren wir direkt los. Auf der RN38 ging es ca. 50 km bis La Rioja wo sich auch die Sonne zeigte. Bis wir am Abend zur Familie gingen, vertrieben wir uns die Zeit in der Stadt. Mit Lesen und Internet. Bei den Eltern von Juan angekommen, lernten wir die ganze Familie kennen vom kleinsten bis zum ältesten. Wir genossen es sehr und fühlten uns von Anfang an sehr wohl bei ihnen. Wir schliefen wieder einmal in getrennten Betten, was uns doch ein wenig komisch vor kam.

Mittwoch 05.07 San Fernando del Valle de Catamarca
San Fernando del Valle de Catamarca, 0km
Übernachtung: Familie von Juan
Wir schliefen heute länger und durften anschliessend bei ihnen Frühstücken. Solch eine Gastfreundschaft sind wir uns nicht gewohnt. Sie haben ein wunderschönes Zuhause. Ein Ziegelstein Haus, welches schon über 100 Jahre alt ist, riesiger Umschwung mit Rasen, Palmen und Bäumen. Juan sagte uns das Haus sei nicht so gross. (Für Argentinische Verhältnisse ist es sehr gross.) Drei Hunde und drei Katzen haben auch hier ihr zu Hause. Wir fühlten uns wie in den Ferien in Spanien. Zum Mittagessen kamen dann auch wieder Salome, Julian und Juan. Es gab eine Lokalität: Tamale: Mais mit Hackfleisch, eingewickelt in den Maisblättern. Sehr lecker! :-)
Danach fuhren wir zusammen mit Juan, Salome und Julian los um die Umgebung zu erkunden.
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Wieder zurück gaben uns alle noch Tipps, was man in dieser Region anschauen sollte. Sie meinten wir wären schon zu lange in Argentinien und Chile gereist. Ja das eigene Land zu erkunden macht den meisten Landsleuten halt nicht so Spass. Wir Schweizer gehen ja auch lieber ins Ausland. ;-)

Donnerstag 06.07 San Fernando del Valle de Catamarca
San Fernando del Valle de Catamarca, 0km
Übernachtung: Familie von Juan
Heute erwartete uns schon ein gedeckter Tisch fürs Frühstück, wirklich wie im Hotel, Danke Julia! Wir reinigten heute unsere Lola von Innen, es war wirklich notwendig :-) So viel Staub überall, bis in den kleinsten Ritzen du Ecken. Nachmittags waren wieder alle zusammen um ein Assado zu machen. Ausnahmsweise unter der Woche, sonst gäbe es das nur am Sonntag, wo alle Zeit hätten. Drei feine Salate, sehr leckeres Fleisch und ein feines Carameltiramisu. Wir genossen das Zusammensein sehr und alle bemerkten, dass wir doch schon recht viel Spanisch verstehen. Juhuu :-)
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Freitag 07.07 San Fernando del Valle de Catamarca - La Cocha
RN38 -> San Fernando del Valle de Catamarca - La Cocha, 113km
Übernachtung: Tankstelle in La Cocha
Heute wollten wir noch Lola waschen, sie hatte es auch nötig, bei so viel Staub und Dreck. Immer wieder schön, wenn sie dann weiss ist und fast schon glänzt. :-) Fabian flog noch die Drohne übers Gelände und Coni machte von allem noch Fotos zur Erinnerung. Hier könnte man verweilen. Einfach wunderschön. Wir assen noch einmal alle zusammen zu Mittag und danach hiess es Abschied nehmen. Vielen vielen Dank für die Gastfreundschaft Juan, Salome, Julian, Julia und Rafael, wir haben es sehr genossen.

Samstag 08.07 La Cocha – Amaicha del Valle
RN38 -> La Cocha - Acheral, RP307 -> El Mollar - Tafi del Valle auf 3048 M.ü.M
- Amaicha del Valle, 198km
Übernachtung: Lookout im Amaicha del Valle
Weiter ging es heute Richtung Norden durch Monteros und Acheral. Es ging stetig höher und höher, Kurve um Kurve. Es war wie im Urwald, feucht, neblig und alles war wunderbar grün. Was für ein Kontrast zu Catamarca! Wunderschöne Strecke mit guter Strasse.
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Wir begegneten sehr vielen Wildpferden
Einfach Wahnsinn; auf der anderen Seite ist wieder alles sehr trocken. Diese Gegensätze welche Argentinien uns immer wieder bietet.
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Die Fahrt führte uns bis auf eine Passhöhe von 3048 M.ü.M, das Atmen fiel uns doch ein wenig schwer. Lola meisterte die Höhe sehr gut, sie braucht halt wie wir mehr Kraft. Die Strecke überraschte uns, weil wir dachten nicht so hoch zu fahren. Oben ein Talkessel, inmitten ein See. An den Berghängen zwei Städte und überall viele Tour Busse, ja wir sind wieder in der Touristenregion angekommen. Doch wollen wir das?! Bei unserem Aussichtspunkt (2485 M.ü.M) angekommen genossen wir die Sonne und entschieden uns hier zu Schlafen. Die Aussicht war wunderbar; über das ganze Tal konnten wir blicken.

Sonntag 09.07 Amaicha del Valle (Nationalfeiertag von Argentinien)
0km
Übernachtung: Lookout im Amaicha del Valle
Wir liessen uns von der Sonne wecken und entschieden uns hier zu bleiben. Viele sprachen uns an was wir machen und staunten ab unserer Lola. Wir genossen den ganzen Tag die Sonne und natürlich den tollen Blick übers Tal. Bei wunderschönem Sternenhimmel und Vollmond schliefen wir entspannt ein.
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