Summa Summarum - Unsere ersten 12 Monate in Südamerika (Deutsch)

Summa Summarum - Unsere ersten 12 Monate in Südamerika (Deutsch)

Januar
Ab 18.01.2017 - Uruguay - Argentinien
Unsere Reise begann am 18 Januar 2017, wie bei den meisten Schweizern, am Flughafen Zürich. Wir flogen nach Uruguay, Montevideo. Nach ein paar Tagen im Hotel durften wir gemeinsam mit unseren Verschiffungs-Partnern Andrea und Roland (https://bonjourn.al/journal/62308-neugiereise-2017) ihren VW-Bus und wir unseren VW T3 Bus Lola, am 24.01 aus dem Container befreien! Was für ein tolles Gefühl wieder zu dritt zu sein. (Sie wurde bereits Mitte Dezember in Basel verschifft). Wir fuhren zu unserem ersten Camping “Paraizo Suizo”, um uns Reisebereit zu machen, alles zu ordnen und zu verstauen. Weiter ging es dann mit der Fähre nach Buenos Aires, Argentinien. Somit auch erster Grenz-Übergang (da bei unserem Grenzübertritt keine Beamten zugegen waren, konnte unser Verschiffungs-Agent erst jetzt nach knapp einem Jahr, Lola offiziell bei der Grenzkontrolle Uruguay abmelden ;-).

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Februar
02.2017 - Argentinien - (Chile)
In Bahia Blanca wurden wir bereits das erste mal von der Gastfreundschaft in Südamerika überwältigt; Andrea & Sebastian luden uns zu sich nach Hause ein, bekochten uns und liessen uns bei ihnen übernachten. Am 10.02 fuhren wir bereits über die 1000km Marke auf der Ruta 3. Wir besuchten die Peninsula Valdes, genossen die Tierwelt und feierten dort den Valentinstag (Zudem fuhren wir dort die ersten sehr, sehr holprigen Kilometer mit Lola.) Weiter in Richtung Süden fuhren wir an der Küste entlang der Ruta Provincial 1 bis Cabo Raso. Dort schlossen wir Freundschaft mit Lorena & Albert aus Spanien (www.fugados.es) und genossen wunderbare Tage an der Küste. In Caleta Olivia konnten wir Seelöwen in nur 2m Entfernung beobachten. Was für ein Erlebnis! Weitere 750km südlich trafen wir, durch glücklichen Zufall, wieder auf Lorena & Albert. Zusammen erkundeten wir den Nationalpark P.N. Monte Leon und seine tierischen Bewohner. Unterwegs entschieden sie sich mit uns bis zum “Ende der Welt” mitzukommen. Somit fuhren wir gemeinsam mit der Fähre auf die Isla Grande de Tierra del Fuego (Feuerland). Wir fuhren auch einen Teil in Chile (also zwei Grenzübergänge) auf dem Weg nach Ushuaia.
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März
03.2017 - Chile - Argentinien
Wir fuhren also nun zu viert nach Ushuaia. Dort in Lapataia endet auch die Ruta 3 nach 3079km. Somit passierten wir die 3000km Marke, doch die letzten Kilometer nahmen wir zu Fuss in Angriff. Ein tolles Gefühl am Ende dieser Strasse zu stehen, die uns schon seit Buenos Aires immer wieder begleitet hat. Der Blick in Richtung Antarktis hatte einfach etwas unglaublich Mystisches. Wir genossen die einsame und wunderschöne Landschaft bei zahlreichen Wanderungen im Nationalpark P.N. Tierra del Fuego. Ushuaia beeindruckte uns mit dieser einmaligen Lage und hinterliess bis heute seine Spuren. Nach den wolkenverhangenen Tagen liess sich sogar die Sonne am letzten Tag blicken. Fast als ob sie uns zum Abschluss sagen wollte; “Komm wieder, wir heissen euch immer Willkommen.”
- Fazit: In 36 Tagen legten wir von Montevideo bis Ushuaia rund
5000km zurück! Davon rund 650km Schotterpiste.
- Kleine Geschichtskunde: Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und liegt am Beagle-Kanal. Das Wort „Ushuaia“ kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yámana und bedeutet so viel wie „Bucht, die nach Osten blickt“. Ushuaia konkurriert mit dem zu Chile gehörenden Puerto Williams auf der Insel Navarino um den Titel, südlichste Stadt der Welt zu sein.

Am 06.03, beim warten auf die Fähre, kam uns für unser Bussli der Name Lola in den Sinn ;-) In Punta Arenas (nun Chile) trennten sich unsere Wege. Für uns ging die Fahrt weiter nach Puerto Natales und anschliessend in den wahnsinnig schönen Nationalpark P.N. Torres del Paine. Wir verbrachten dort 3 wunderschöne und sonnige Tage mit sehr wenig Wind (was sehr selten ist). In Argentinien, führte uns die berühmte Ruta 40 zum Glaciar Perito Moreno.
Auf dem Weg erreichte Lola dabei bereits die 300’000km Marke! Viele viele Kilometer, mit knapp 30 Jahren dennoch im besten Alter! Der Gletscher zog uns den ganzen Tag in seinen Bann und beeindruckte uns zutiefst. Zehn Tage später, am 30.03 endete unsere Reise abrupt in einem Fiasko (La Odisea) auf der Ruta 40 kurz vor Commodoro Costa.
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April
04.2017 - Argentinien
Nun “La Odisea” sah so aus: Am 30.03 auf der Ruta 40 kam eine Baustelle von ca. 14km. Wir entschieden uns trotz Regen durchzufahren. (Damals wussten wir noch nicht, dass es der dritte Tag in Folge war mit Dauerregen.) Schon nach kurzer Zeit wurde es schlimm (Schlammig und tiefe Wasserfurten) Dann passierte es. An einer Stelle war das Wasser schwierig abzuschätzen, daher zog Fabian Schuhe und Socken aus und watete Barfuss durch das eiskalte Wasser: Sollte gehen. Daher fuhren wir los, durch die “Pfütze” und FERTIG wars dann :-(Nichts ging mehr; Angst und die Frage “Warum sind wir hier durch gefahren?” kamen auf.) Es ist ja nicht so das wir nicht wissen das Wasser dem Motor nicht so gut bekommt. Der erste Lastwagen hielten wir an und er zog uns dann bereitwillig bis zu einer Baustellen-Zentrale. (Es war der Horror durch den tiefen Schlamm gezogen zu werden ohne irgendwie eingreifen zu können.) Von dort zog uns dann ein Service Fahrzeug weiter, freundlicherweise bis zum nächsten Städtchen Gobernador Costa. Die dortige Garage versuchte alles, doch sie konnten es nicht reparieren. Erste Diagnose: «Entrada de agua por admision rotura valvulas», sprich: Wasser im Motor. Somit nahmen wir Kontakt mit Claudia und Klaus in El Bolson (www.abgefahren.info) auf. Eine Familie aus Deutschland die dorthin auswanderte und mit derer Hilfe wir die Autoversicherung abgeschlossen haben. Anschliessend wurde der Abtransport organisiert. Wir fühlten uns niedergeschlagen und ausgelaugt, dazu noch der ständige Regen der auf uns niederprasselte. Don Vincente kam mit seinem Abschleppwagen und lud unsere Lola auf. Kurz nach der Stadt kam nochmals eine Baustelle, fast noch schlimmer als weiter unten. Spätestens hier hätte es uns so oder so gestoppt. Sogar unser Abschleppfahrer meinte das sei eine riesige Odyssee. (Daher der Name :-) Am 1.April dann die allesentscheidende Antwort: Motor muss ausgebaut werden. Motorschaden! Dauer des Ganzen: Etwa zwei Wochen. Für diese Zeit konnten wir bei Klaus und Claudia verweilen und ihnen auf der Farm helfen. Zusammen mit Alex, ebenfalls ein Reisender aus Deutschland, und anderen Campern wurde ausgeholzt um das Weideland für die Schafe zu vergrössern. Der Motor wurde in Bariloche repariert. Mit Hilfe von Udo und Birgit aus Deutschland, welche momentan ebenfalls auf der Farm campten, holten wir den Motor am 12.04 in Bariloche ab. Wir konnten schliesslich am Montag 17.04 den Bus abholen. Was für ein Gefühl Lola wieder fahren zu können! Unbeschreiblich! Wir haben den Verlauf des argentinischen Herbstes, dort auf der Farm, von seiner schönen Seite erfahren können, bei wunderbarem Wetter, Sonne und angenehmen Temperaturen. Es war eine schöne, interessante und lehrreiche Zeit, welche bei uns im Gedächtnis haften blieb. Am 21.04 fuhren wir somit endlich los, testweise ein paar Tage nach Süden um zu sehen ob alles funktioniert. Daher fuhren wir in den Nationalpark P.N. Los Alerces. Die Strecke führte entlang an Seen, sowie durch schöne Wälder, immer auf und ab. Eine gute Teststrecke für unsere Lola. Nach fünf erfolgreichen „Test-Drive-Days“ rund um die Gegend, fuhren wir zurück nach El Bolson um den ersten Ölwechsel zu machen. Danach waren wir endlich READY für unsere weiteren Abenteuer. Die folgenden Tage verbrachten wir in der schönen Region “7 Lagos” rund um Bariloche, unter anderem im Nationalpark P.N. Nahuel Huapi. Damit ging ein nerven-aufreibender und sehr lehrreicher Monat zu Ende.
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Mai
05.2017 - (Argentinien) - Chile
Nahtlos an den vorigen Nationalpark folgte der P. N. Lanin. Dort trafen wir auch auf Claudia und Martin (www.viaje.ch) aus der Schweiz. Mit ihnen verbrachten wir eine wundervolle Zeit, der Gesprächsstoff reichte bis tief in die Nacht hinein ;-) Zudem fühlten wir uns winzig als wir zum imposanten Vulkan Lanin fuhren. Kurz darauf änderten wir unseren Reisekurs und der Paso Pino Hachado führte uns somit schliesslich nach Chile. Am 08.05 feierten wir Lola`s 30.Geburtstag. Danke liebe Lola das du uns schon soweit mit dir hast herumfahren lassen. Wir fuhren auf der Ruta del Mar der Küste entlang und schliesslich die berühmte Ruta 5, die Panamericana, hoch bis Santiago. Am 20/21.05 waren wir bei einem VW-Clubtreffen dabei. Dort lernten wir auch Cristina und José (www.cactusontheroad.com) aus Spanien kennen. Bei Don Alberto in Santiago, bestellten wir neue Federn und der Motor wurde endlich (seit El Bolson) richtig eingestellt. Nun hatte Lola wieder Power! An der Küste, in Vina del Mar, wurden wir wieder von einer Familie zum Mittagessen in Quilpué eingeladen, sie hatten zwei Töchter und einen kleinen Sohn. (Natürlich mit "obligatorischem" Übernachten :-) Weiter, ging es nun der Küste entlang nach Norden.
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Juni
06.2017 - Chile - (Argentinien)
Wir machten einen Abstecher zum Natur Reservat R.N. Las Chinchillas und erfreuten uns dort an den niedlichen Chinchillas und den unzähligen, teils riesigen Kakteen. Zurück in Santiago, fuhren wir am 08.06 wieder zum Mechaniker. Mittlerweile waren die bestellten Federn aus Amerika eingetroffen (Das “Gerumpel” welches wir seit Ushuaia (also seit fast 7200km!) fälschlicherweise als das Umher-rutschen der Gasflaschen abgetan haben, stellte sich als etwas ganz anderes (und gravierenderes) heraus; es war eine gebrochene Feder!…). Somit wurde Lola wieder auf normale Höhe angehoben, der Turbo sowie die Dieselpumpe mussten auch noch revidiert werden. Die Luftzufuhr zum Luftfilter wurde ebenfalls wiederhergestellt (leider hatte bei uns noch niemand vorher entdeckt, dass das Verbindungs-stück fehlte…). Zwischenzeitlich hatten wir genügend Zeit Santiago unsicher zu machen. (FunFact: Wir sind jetzt gerade wieder in der Region um Santiago, ein halbes Jahr später) Das Wetter verzögerte unsere Abreise schliesslich nochmals, da der Pass aufgrund Schneefalls gesperrt war. Daher fuhren wir erst am 27.06 „endlich“ wieder weiter. Auf ging es nach Argentinien! Tags darauf fuhren wir schliesslich über den 3200M.ü.M Pass Cristo Redentor. Alles lief prima bis etwa 2200M.ü.M. Ein zischen, schwarzer Rauch und Lola verlor an Tempo. Wir konnten es kaum glauben, dass schon wieder etwas kaputt sein soll! Da kein Öl und Wasser tropfte fuhren wir weiter. Lola schaffte die etwa 30 Kurven im zweiten Gang trotzdem. Wir besprenkelten Lola zur Feier mit Schnee :-) Nach einer strapaziösen Fahrt für unsere Nerven und für Lola, kamen wir nach 200km endlich in Mendoza an. Fabian kontrollierte danach gleich den Motor. Zum Glück hat es nur einen Schlauch beim Turbo gelöst. Danach war alles wieder ok, keine Geräusche und das wichtigste, wieder Kraft!
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Juli
07.2017 - Argentinien
In Argentinien erwartete uns eine einsame und dennoch tolle Landschaft. Beim suchen eines Schlafplatzes schafften wir es sogar uns im Sand festzufahren. In dieser wüstenartigen Hitze in einem Canyon fanden wir ein herrliches Plätzchen. In Catamarca haben wir unsere Einladung bei der Familie von Juan eingelöst. Danach ging es weiter ins Tafi del Valle und wir fuhren dort unseren ersten 3000 M.ü.M Pass mit einer wunderbaren Talaussicht. In Cafayate trafen wir Chris und Silvia aus der Schweiz. Wir fuhren auf der R9 weiter in Richtung Norden, unser Ziel war bis nach Humahuaca zu kommen. Die Fahrt führte uns auf die RP68. Es war eine malerische, eindrückliche Gegend mit vielen roten Felsen, Schluchten und rotem Wüstensand. (Quebrada de las Conchas) In Yala fuhren wir zu den Lagunas eine extrem Steile Schotterpiste hoch. Erste Sorgen um Lolas Gesundheit (Tatsächlich Überhitzung oder Falschmeldung?). Als wir schliesslich in Humahuaca ankamen, hatten wir dann auch unsere bisher kälteste Nacht. -12.6C auf 3000 M.Ü.M. Am nächsten Tag wollten wir zu den “14 colores” fahren, leider ohne Erfolg. Die Schotterpiste war zu holprig und zu steil. Beim hinunterfahren verabschiedete sich bereits einer der neuen Stossdämpfer. Am 18.07 in Purmamarca, feierten wir unser Halbjahresjubiläum, zudem besichtigten wir hier die “7 colores”. Weil wir langsam genug von der Kälte hatten, entschieden wir uns Richtung Paraguay statt nach Bolivien zu fahren. Es ging Streckengerade durch trockene, ebene Landschaft. Am 24.07 in Pres. de la Plaza waren wir schon ein halbes Jahr mit Lola in Südamerika unterwegs! (16070km, davon 1054km Schotter-piste) Man hat auf Reisen oft zu wenig Zeit alles auf sich wirken zu lassen und zu verarbeiten. Wir mussten uns immer wieder „Entschleunigen“ und uns bewusst machen was wir bereits alles erlebt, gesehen und Zusammen durchgestanden haben. In der Provinz Misiones genossen wir dann auch wieder die richtig grüne Landschaft. Auf einem Camping am Fluss Parana verbrachten wir wunderbare Tage und besichtigten den Yacyreta Staudamm in Ituzaingo.
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August
08.2017 - Argentinien, (Brasilien), Paraguay
In San Ignacio Mini besuchten wir eine ehemalige Jesuiten-Mission, welche auch ein UNESCO Weltkulturerbe ist. Es war sehr eindrücklich diese Ruinen zu sehen, vor allem, was nach dreijährigem Krieg noch alles vorhanden ist oder eben nicht mehr. Weiter fuhren wir über Obera nach El Soberbio. Dort fuhren wir schliesslich zum Mocona Wasserfall. Dieser ist/soll 3km lang sein, also der breiteste der Welt. Auf dem Weg zu den Iguazu Wasserfällen, wanderten wir zum Salto Encantado, besuchten in Montecarlo ein Orchideenmuseum (leider blühten fast keine) und eine Matefabrik. Wir begannen nun auch mit dem Mate trinken (wird in Argentinien, Chlie und Brasilien so viel getrunken wie bei uns Kaffee und hat auch Koffein drin). Am 09/10.08 besuchten wir die Iquazu Fälle von der Argentinischen Seite und am 15.08 schliesslich die Brasilianische Seite. Wir können die Eindrücke gar nicht in Worte fassen... Unbeschreiblich wie viel Wasser dort jeden Tag ununterbrochen in die Tiefen rauscht... Und diese immense Grösse, Länge und Höhe, es ist schwer dies mit dem menschlichen Verstand zu begreifen... Da fühlst du dich als Mensch ganz unscheinbar und winzig und stehst ehrfürchtig vor den gewaltigen Kräften der Natur... Wir machten in Argentinien noch eine wundervolle Vollmondtour zum Garganta del Diabolo.
In Brasilien buchten wir einen Helikopterrundflug; Iguazu von Oben. Einfach nur unbeschreiblich. No words needed... Unglaublich toll! Wir verliessen die Wasserfälle mit einem Herzen voller schöner Erinnerungen und einer Kamera voller Eindrücke. Tags darauf besuchten wir den nahen "Parque das aves”. WOW, sehr sehr schön! So viele verschiedene Vögel von Nahem zu sehen. In der Natur Kokoswasser trinken, Mittagessen unter Palmen, herrlich. Neben Vögel hatte es auch Schlangen, Schmetterlinge, Wasserschildkröten, Krokodile und Kolibris! Als Abschluss besuchten wir noch den Itaipu-Staudamm. Das zweitgrösste Wasserkraftwerk der Welt liegt direkt an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay. Einfach nur atemberaubende Ingenieurskunst!! Nach der beeindruckenden Tour fuhren wir nach Paraguay. Direkt in die Stadt Ciudad del Este hinein. Wir kämpften uns durch die Chaos-Stadt fuhren auf den Camping. Abends lernten wir noch Max aus Argentinien (www.despertarviajando.com) kennen. Er kam tags darauf sogar mit uns in die Stadt und half uns dort zurechtzukommen ;-) Gemeinsam verbrachten wir tolle Tage mit leckerem Essen. Vom 22.08-10.09 machten wir auf dem Camping Hasta la Pasta, PY eine Reisepause. Tolle Sanitäranlagen, einen Pool für die Erfrischung, verspielte Hunde, leckeres Abendessen von Marion mit hausgemachten Nudeln von René, wundervolle Sonnenuntergänge und ein blühender Frühlingsanfang machten diese knapp 3 Wochen zu einer unvergesslichen Zeit. Vielen Dank an Marion (DE) und René (CH) für diesen unvergesslichen Aufenthalt.
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September
09.2017 - Paraguay, Brasilien, (Bolivien)
In Asuncion ersetzten wir schliesslich noch alle unsere Reifen. Eine liebevolle und erfrischende Begegnung dort war Helmut aus Deutschland, der wie uns schien, die ganze Welt kannte und vermutlich auch schon gesehen hat. Wir fuhren weiter nach Süden, bis Encarnacion, dort wechselten Conis Haare von lang auf kurz. Was sie schon lange machen wollte. Neue Sticker liessen wir dort auch noch drucken. In Trinidad besuchten wir schliesslich noch eine weitere Jesuiten-Mision. Über Ciudad del Este ging es zurück nach Brasilien. Es wurde richtig schwül-heiss auf dem Weg zum Süd-Pantanal. In Bonito "störten" uns eine Schaar Affen beim Frühstück auf dem Camping do Gordo. Am Rio Formoso beobachteten wir Tukane und Aras und schnorchelten mit Fischen. Am 23.09 waren wir schliesslich im Süd-Pantanal, auf den Spuren der Wildschweine, Capibaras, Kaimane und den unzähligen Vögeln (Nur ein Jaguar sahen wir leider nicht). Trotzdem tolle Natur und Tierwelt und über 60 Holzbrücken! Glücklicherweise in sehr gutem Zustand. In Corumba, an der Grenze zu Bolivien, trafen wir auf Petra und Pascal aus der Schweiz (FB: Piratehund on the Road), sowie Diego der Besitzer des Road Rider Hostals. Es waren ein paar tolle Entspannungstage bevor wir uns am 28.09 endlich nach Bolivien begaben. In Cotoca, entdeckten wir süsse, faule Faultiere in den Bäumen an der Plaza.
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Oktober
10.2017 - Bolivien
In Santa Cruz trafen wir Gabi und Marco aus der Schweiz (www.travelers.ch). Zusammen machten wir uns schliesslich auf um Bolivien zu bereisen. In Buena Vista entdeckten wir eine Schweizer Käserei und deckten uns dort mit leckerem Käse und Raclette ein! Am 05.10 ging es schliesslich von Villa Tunari (300 M.ü.M) ab in die Höhe. Nach kurzer Fahrt und der Feststellung das wir neuerdings ein Loch im Auspuff haben, fuhren wir anschliessend gemächlich immer weiter in die Höhe, ohne zusätzliche Probleme. Lola meisterte diese 3000 Höhenmeter in 100km ohne Probleme im zweiten Gang mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit vom 30km/h. Das nennt man mal eine Steigung! Auf 3300 M.ü.M übernachteten wir schliesslich am See Corani. Erste körperliche Anzeichen machten sich bemerkbar; leichter Schwindel und Kopfweh sowie Kraftlosigkeit. Trotzdem waren wir unglaublich Dankbar endlich hier oben angekommen zu sein und das Lola keinerlei Probleme verursachte. Weiter ging es nach Cochabamba, Lola kriegte ein kleines "Fine-Tunnig" für die Höhe und wir genossen ein leckeres Swiss/Bolivian-Raclette. Am 09.10 nach ein paar Höhenanpassungs-Tagen nahmen wir unseren zweiten Pass bis auf über 4500m in Angriff. Lola schnurrte wie ein Kätzchen (welches sich erkältet anhörte durch das besagte Loch ;-). Schlussendlich auf dem Altiplano angelangt, ging es weiter über Oruro, Poopo bis zum Salar de Uyuni. Auf dem Weg beeindruckte uns der Meteoritenkrater Jayu Quta und die unzähligen Lamas.
Vom 14.-17.10 genossen wir wundervolle und unbeschreibliche Tage auf dem unfassbaren Salzsee Salar de Uyuni und konnten uns kaum sattsehen an den Sonnenuntergängen. Es war ein unvergessliches Erlebnis für uns alle. Wir liessen in Uyuni in den darauffolgenden Tagen die vergangene gemeinsame Zeit Revue passieren. Assen gemeinsam zu Mittag und Abend, schlenderten durch den tollen lokalen Markt, genossen Smoothies und liessen so die wunderbaren 3 Wochen mit Gabi und Marco ausklingen.
Am 20.10 schliesslich, verabschiedeten wir die zwei, sie nahmen die Lagunenroute in Angriff. Eine wundervolle Naturstrecke führte uns nach dem Besuch des "train cemetery" über Potosi nach Sucre, die Weisse Stadt. Dort besuchten wir Bekannte aus der Schweiz und konnten somit die wunderschöne Stadt durch einen Insider-Blick geniessen ;-) Geschichtskunde und Einführung in die Webkunst im Museum. Neue Reisebekanntschaft auf dem Camping: Vincent, Nathalie, Léa aus dem Elsas, in der Nähe von Basel (www.horizonsinconnus.com). Nach diesen tollen fünf Tagen ging es wieder dieselbe Strecke zurück über Potosi und anschliessend eine sehr anstrengende Altiplano-Strecke die dem Namen alle Ehre machte über diverse Bergketten, und 4000m Ebenen. Immer auf Höhen von 4000 – 4300m. Wahnsinn. Durch diese extremen Steigungen brauchten wir für die Strecke von 260km bis kurz vor Chapalla fast 8Std. (plus/minus Pausen). Am Ende begrüsste uns eine fast trockene Lagune mit einigen Flamingos.
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November
11.2017 - Bolivien, Peru, (Chile)
Wir verbrachten 10 Tage in El Alto und La Paz. Das spezielle war wohl die längste Seilbahn der Welt, „Teleferica” genannt, zu sehen. Wir schlenderten durch die kleinen Gassen, entweder steil hoch oder steil runter. Zudem besuchten wir den grössten und höchsten Markt, den Feria 16 de Julio in El Alto, unglaublich... So viele Stände, Personen... der Wahnsinn... In La Paz liessen wir für Lola eine Jahreskontrolle beim Mechaniker durchführen und diverse Arbeiten erledigen. Anschliessend machten wir noch einen Abstecher zum Nationalpark P.N. Sajama, mit dem wundervollen Vulkan Sajama 6542m (der höchste Berg in Bolivien). Beeindruckende Fahrt durch den Park immer mit Blick auf den imposanten Vulkan. An Coni’s Geburtstag machten wir uns auf nach Copacabana. Mit dem Floss über den Titicacasee (war schon ein etwas mulmiges Gefühl…). Wer kann schon behaupten auf dem Titicacasee mit seiner Mutter telefoniert zu haben an seinem Geburtstag? ;-) Copacabana konnten wir gut zu Fuss erkunden und hatten einen tollen Überblick auf das Städtchen auf dem kleinen Hügel. Am Sonntag danach fuhren wir mit einem Boot zur Isla del Sol, die Sonneninsel. Fazit Bolivien: Dieses Land hat uns in den Bann gezogen mit all seinen Facetten, durch seine abwechslungsreichen und wunderschönen Landschaften und Gegensätze. Wir sind viel länger als erwartet durch das Land gefahren um möglichst viel von der Natur und den Bewohnern zu sehen und zu erfahren. Ja, die Höhe macht es nicht einfach, das Fahren ist anstrengend, die Luft dünn und fahren in La Paz ist die reinste Hölle für einen 30ig jährigen VW-Bus. Doch alles in allem hat uns Bolivien positiv beeindruckt, umso mehr da wir eine der liebevollsten Reisebekanntschaften schliessen konnten!… Wir werden bestimmt wiederkommen! (Total fuhren wir 3700km davon 300km unbefestigte Strasse)
Am 20.11 stand der Grenzübergang zu Peru an. Wir übernachteten bei einer Halbinsel am Titicacasee vor Puno und verbrachten dort zwei einsame Tage. Wir fuhren weiter Richtung Arequipa und erreichten dort unsere höchste Fahrt unserer Reise; Crucero Alto 4528m. In Arequipa gab es ein Wiedersehen mit Gabi und Marco, gemeinsam verbrachten wir drei tolle Tage. Doch das Meer rief uns und - nach fast 2 Monaten auf rund 3'000 M.ü.M. - wieder auf “normaler” Höhe zu sein fehlte uns doch. Wir genossen die Strände, das Meeresrauschen und die Küstenfahrten sehr. Nach gerade mal 10 Tagen in Peru erreichten wir am 29.11 schon wieder chilenischen Boden und bestaunten ausserhalb von Arica, die eigenartigen Skulpturen „Presencias Tutelares“ im Wüstensand.

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Dezember
12.2017 - Chile
Wir besuchten die einstige Salpeter Minenstadt „Humberstone“. Es war sehr beindruckend, diese sehr gut erhaltene Stadt zu sehen und hindurch zu schlendern, fühlten uns fast wie im Wilden Westen. Wir verliessen die R5, erreichten Iquique, die schöne Stadt zwischen riesigen Sanddünen und dem Meer und fuhren danach der R1 entlang. Es folgten weitere Strand und Küstentage. Am 07.12 führte uns eine zögerlich, langsame Fahrt nach Calama und anschliessen nach San Pedro de Atacama. Im Valle de la Luna fühlten wir uns wirklich wie auf dem Mond. Es folgte ein beeindruckender Salar de Atacama mit atemberaubenden Lagunen und tollen Tier-beobachtungen. (Und sehr salzig ;-) Auf dem Camping in San Pedro de Atacama trafen wir Caro und Hifi, aus der Schweiz (www.gufligers.ch). Früh Morgens machten wir eine geführte Tour zu den Geysers del Tatio, wundervolles Naturspektakel. Wieder zurück in Calama, machten wir einen Abstecher zur schönen und ruhigen Laguna Inca Coya in Chiu Chiu. Anschliessend besuchten wir das grösste von Menschen geschaffene Loch in der Erde. Die Tagbau-Kupfermine Chuquicamata. Riesige Muldenkipper fahren an dir vorbei, da kommt man sich vor wie eine Ameise… In Antofagasta trafen wir wieder auf Ute und Jens aus Deutschland, welche wir seit dem Camping in Paraguay kennen. Im Nationalpark P.N. Pan de Azucar genossen wir die Ruhe und die Einsamkeit an der Küste. In der Nähe von Copiapo entdeckten wir ein kleines Getriebeleck, welches uns länger aufhielt als gedacht.
Im Nationalpark P.N. Llanos del Challa verbrachten wir ganz alleine an der Küste, tolle und ruhige Weihnachtstage und feierten Fabian`s Geburtstag. Bei La Serena, im grünschimmernden Valle de Elqui, berühmt für die Pisco-Produktion, genossen wir nochmals wundervolle letzte Tage im 2017 und einen sehr gemütlichen Silvester. Somit liessen wir unser wundervolles Reisejahr 2017 hinter uns und freuten uns auf weitere tolle Erlebnisse im 2018.
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Januar
01.2018 - Chile
Nach den erholsamen Tagen und dem Anfang des neuen Jahres im Valle de Elqui fuhren wieder wieder zurück an die Küste. Wir bogen jedoch bald wieder von der Ruta 5 ab und fuhren durch wundervolle, idyllische Täler mit Weinbergen, Stauseen, tollen Übernachtungs-plätzten und leider auch sehr viel Müll… Danach war uns vieles bekannt, vom letzten Besuch vor 6 Monaten, Santiago de Chile und Umgebung hatten wir schon damals unsicher gemacht, also gab es für uns 500km Highway/Panamericana R5 und Tankstellen- und Raststättenübernachtungen. Am 15.01 in Los Angeles fuhren wir endlich wieder in die Natur; Zum P.N. Laguna del Laja. Am Vulkan Antuco mit Blick auf den See Laja, genossen wir wieder einmal die Ruhe und Natur. Und feierten unser Jahr auf Reisen. Coni versuchte sich in diesem Monat viel mit dem Brotbacken, welches auch recht gut gelang. Fabian baute und montierte unseren neuen Wassertank, welcher nun betriebsbereit ist. Duschen mit von der Sonne gewärmten Wasser. Toll :-) Resume des vergangenen Jahres schreiben, das war die Hauptbeschäftigung in diesem Monat. Also; unser wundervolles, ereignisreiches Jahr nochmals anzuschauen und unsere Reiseroute zusammenzufassen. In einem Jahr (24.01.17 bis 24.01.18) sind wir somit rund 29400km gefahren, davon fast 1700 unbefestigte Strassen. Zudem passierten wir insgesamt 12 Grenzübergänge
Wir genossen es sehr, hier in der Natur zu sein. Es war wundervoll durch diese Seenlandschaft und das Grün um uns herum zu fahren. Die Vulkane begleiteten uns immer und überall hin. Ein Highlight war zudem die Bekanntschaft mit einer liebenswerten brasilianischen Familie, Liam und Letícia mit Kalel. Wir fuhren viele, viele Kilometer entlang dem Highway R5, die Panamericana, konnten in der Touristenhochburg Pucon den Feriengästen weitgehend aus dem Weg gehen, genossen die Ruhe im Nationalpark P.N. Villarica, verbrachten einige Tage an den Seen Lago Calafquen und Lago Pullinque, blickten ehrfürchtig zum Vulkan Villarica hoch und sahen von weitem den wundervollen Vulkan Lanin, und besuchten die Flussstadt Valdivia.

Wir hoffen, euch hat es gefallen, uns nochmals durch das ereignisreiche Jahr zu begleiten. Auf ein kurzes Feedback würden wir uns sehr freuen.

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